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27.06.2016 | Aktuelles

1. OWL-Radverkehrskonferenz im Kreishaus Herford

Am 01.06.2016 lud der Kreis Herford die Radverkehrsbeauftragten der Kreise sowie Städte und Gemeinden aus Ostwestfalen-Lippe zu einer ersten regionalen Radverkehrskonferenz ein. Im Zentrum der Veranstaltung stand ein Erfahrungsaustausch unter den kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Geladen waren auch Vertreter des Tourismus, der Bezirksregierung und des Zukunftsnetzwerkes Mobilität NRW.

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Herforder Landrat Jürgen Müller, der auf die Notwendigkeit der Verbesserung der Radverkehrsanlagen hinwies. Dies sei zwar ein langfristiges Projekt, aber nur qualitativ gute Radwege könnten die Bürgerinnen und Bürger bewegen, im Nahbereich vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Radverkehrsplanung sei vor allem eine Angebotsplanung. Auch der zunehmende Gebrauch von E-Bikes und Pedelecs stellten eine neue verkehrspolitische Herausforderung dar, weil diese schon allein aufgrund ihrer höheren Geschwindigkeit auf eine ausreichend breite und möglichst ebene Straße angewiesen seien, um schweren Unfällen vorzubeugen.

Kooperieren: Die Radverkehrsexperten Jürgen Deppemeier (v. l.), Matthias Toups, Ronald Claaßen, Thomas Nieling, Wolfram Mischer, Linda Noack und Fred Schelp. | © Stefan Boes

Die Kreisvertreter und die Stadt Bielefeld stellten auf der Konferenz ihre Aktivitäten zur Verbesserung des Radverkehrs vor. So nutzt der Kreis Paderborn die Wegweisungsbeschilderung für den Radverkehr für den Aufbau eines Notrufsystems. Da die Einzelschilder mit einer Kennziffer versehen und ihre geografischen Standortdaten erfasst sind, können bei einem Notruf die Rettungskräfte zielgenau und schnell den Ort des Notrufes erreichen. Der Kreis Höxter hat ein Förderprogramm aufgelegt, mit dem er die Städte und Gemeinden bei der Sanierung einzelner Radwege unterstützt. Der Kreis schafft so einen Anreiz, schrittweise das Radverkehrsnetz im Kreisgebiet zu optimieren. Der Vertreter der Bezirksregierung Detmold verwies auf die Möglichkeit, über den Radroutenplaner NRW (www.radroutenplaner.nrw.de) auch bei Vollsperrungen von Radverkehrsverbindungen aufgrund von Bauarbeiten alternative Verbindungen aufzeigen zu können. Die Tourismusabteilung der OstWestfalenLippe GmbH „Teutoburger Wald Tourismus“ stellte ihr neues Radtourenheft für OWL „Radfahren im Teutoburger Wald“ vor. Auf sechzig Seiten werden fünfundzwanzig Radtouren durch Ostwestfalen-Lippe angeboten, samt historischen Bau- und Parkanlagen, vielen landschaftlichen Schönheiten und heimatkundlichen Besonderheiten. Auch die Koordinierungsstelle OWL des Zukunftsnetz Mobilität NRW konnte ihre Netzwerkarbeit und den Ansatz des nachhaltigen und verkehrsmittelübergreifenden Mobilitätsmanagements vorstellen.

Alle Konferenzteilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, auch im kommenden Jahr zu einem weiteren Erfahrungsaustauch zusammenzukommen. Vor allem das gemeinschaftliche Projekt „Radschnellweg OWL“, das ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt wurde, zeigt, dass einer regionalen Zusammenarbeit beim Thema Radverkehr in Zukunft eine immer höhere Bedeutung zukommen wird. Vor allem, weil Radfahren nicht an den Gemeindegrenzen endet, ist es sinnvoll und notwendig, dass sich auch die Radverkehrsbeauftragten untereinander besser vernetzen und koordinieren. Das Team der Koordinierungsstelle OWL begrüßt dieses Vorhaben und möchte diesen Prozess auch weiterhin begleiten und unterstützen.


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