14.12.2016 | Aktuelles
1. Sitzung der Fachgruppe "Nahmobilität"
Am 12.12.2016 trafen sich Vertreter*innen aus dem Kommunen in OWL zu einem regen Austausch beim ersten Treffen der Fachgruppe Nahmobilität. Unter dem Titel "Radverkehr fördern - Imagegewinn und Lebensqualität in den Kommunen" stellte Detlev Gündel von der Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV-Alrutz) in Hannover viele verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs vor. Dabei wurden unter anderem die Freigabe von Fußgängerzonen oder die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung erläutert.
Ulrich Paßlick, ehemaliger Stadtbaurat der Stadt Bocholt, erläuterte die Maßnahmen der Stadtverwaltung, die den hohen Radverkehrsanteil und das stets gute Abschneiden der Stadt beim ADFC-Fahrradklimatest beeinflussen. Der Radverkehr wird in der Stadt bei allen Projekten und Maßnahmen mit einbezogen, darüber hinaus kommt ihm durch große Projekte und Öffentlichkeitsmaßnahmen, wie innerörtliche Radschnellwege und Fahrradmessen, eine hohe Bedeutung zu. In der anschließenden Diskussion konnten die TeilnehmerInnen Bedenken zu verschiedene Maßnahmen mit den Experten diskutieren und auch Vorschläge für die eigene Kommune erhalten.
In Bezug auf die Radwegebenutzungspflicht wurde diskutiert, ob Fahrradfahrer*innen auf gebauten Radwegen oder auf der Fahrbahn sicherer sind, wie die Aufhebung der Benutzungspflicht am besten für alle VerkehrsteilnehmerInnen kommuniziert wird und ob Schutzstreifen auch außerorts möglich sind. Um eine Fahrradkultur wie in Bocholt zu erreichen, sind zwar auch die Topografie oder eine historisch gewachsene Verbundenheit mit dem Rad von großer Bedeutung, aber durch eine Verankerung des Radverkehrs in der Verwaltung und nicht nur bei einem Fahrradbeauftragten und durch viele verschiedene Maßnahmen, die auch etwas kosten durften, konnte in Bocholt der Modal Split-Anteil des Fahrrads in den letzten Jahren noch weiter gesteigert werden.
Zudem wurde die hohe Bedeutung der vorhandenen Förderaufrufe und -richtlinien für die Radverkehrsförderung hervorgehoben. Diese Chance sollte von den Kommunen genutzt werden.
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