27.11.2015 | Aktuelles
EU-Parlament: Bericht zu einer nachhaltigen städtischen Mobilität
Am Dienstag, den 10.11.2015, hat der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel einen Bericht zu einer nachhaltigen städtischen Mobilität verabschiedet.
Die Mobilität stellt keinen Selbstzweck dar, sondern sollte ein Recht für alle Bürger sein. Bald werden 80 % der Europäer in Städten leben; die Mobilität sollte daher den Zugang aller Personen – auch von Personen mit eingeschränkter Mobilität – zu Schulen, Arbeitsplätzen, Kultur-, Freizeit- und Gesundheitseinrichtungen begünstigen. Die städtische Mobilität wird jedoch oft als ein Zwang wahrgenommen, dessen Ursache darin liegt, dass in massivem Umfang von individuellen Fahrzeugen Gebrauch gemacht wird, die mit herkömmlichen Treibstoffen betrieben werden. Der Übergang zu nachhaltigeren Verkehrsmitteln kommt indes nur sehr langsam voran: Das Auto ist nach wie vor das wichtigste Mittel für unsere Mobilität, wobei 43 % der weltweit zurückgelegten Kilometer und drei Viertel der in Europa zurückgelegten Wege auf das Auto entfallen. Die Abhängigkeit vom Auto und seinen Begleiterscheinungen, den verstopften Straßen, deren Kosten auf 80 Mrd. EUR für alle europäischen Städte geschätzt werden, macht die Stadtbewohner zu Gefangenen einer – mangels Wahlmöglichkeit – erlittenen Mobilität. Diese Abhängigkeit nimmt sogar insoweit absurde Züge an, als 50 % der innerstädtisch zurückgelegten Wege nicht länger als 5 km sind. Dieser Bericht zielt daher darauf ab, die städtische Mobilität auf nachhaltige Verkehrsmittel auszurichten, um die Herausforderungen dieses Jahrhunderts zu bewältigen: Schutz des Klimas, der Gesundheit, der Umwelt sowie des Wohlbefindens und der Sicherheit aller Menschen.
Die Städte in den EU-Mitgliedsländern sollen Verkehrspläne entwickeln, die den Verkehr verringern zum Beispiel mit Zonen, in denen weniger Emissionen ausgestoßen werden dürfen, mit einer besseren Infrastruktur für Fahrräder und Carsharing.
Den genauen Wortlaut des Berichts und der Entschließung des Europäischen Parlaments finden Sie hier.
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