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17.11.2025 | Aktuelles

Exkursion im Kreis Soest: Gelebte Vernetzte Mobilität

Auftakt am Bahnhof Soest
Treffpunkt war am 30. Oktober der Bahnhofsvorplatz in Soest, wo Gunnar Wolters und Pascal Wollnitza vom Kreis Soest die Gäste begrüßten. Als verantwortliche Experten für die Themen Mobilstationen, Sharing und neue Mobilitätsformen führten sie durch das abwechslungsreiche Programm des Tages. Schon hier wurde deutlich: Der Kreis Soest hat sich in den vergangenen Jahren konsequent auf den Weg gemacht, Mobilität neu zu denken – über kommunale Grenzen hinweg und mit einem klaren Fokus auf Vernetzung.

Mobilstationen und Carsharing – Ein Blick in die Praxis
Gemeinsam mit Jasmin Hornstein von der Stadt Soest erkundete die Gruppe zunächst die Mobilstation am Soester Bahnhof. Dort werden nicht nur Bus und Bahn verknüpft – auch haben Reisende die Möglichkeit, Car- und Bikesharing, Park-and-Ride- und Bike-and-Ride-Parkplätze zu nutzen. Darüber hinaus bietet die Mobilstation auch Annehmlichkeiten, wie z. B. eine Bäckerei und einen Buchladen. Mit der Beschilderung im landesweit einheitlichen mobil.nrw-Design finden sich die Nutzenden vor Ort durch die wiedererkennbare Gestaltung innerhalb der vielfältigen Angebote zurecht.

Mit dem Rad durchs herbstliche Soest – HelBi in Aktion
Vom Bahnhof aus ging es anschließend auf zwei Rädern weiter: Die Teilnehmenden testeten das Bikesharing-System HelBi, das seit einigen Monaten im Kreis Soest verfügbar ist. Wibke Kopper von der RLG Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH berichtete von den Erfahrungen der ersten Betriebsmonate.

Das Projekt sei sehr gut angelaufen und es seien erfreuliche Nutzungszahlen zu verzeichnen. Für ÖPNV-Abonnent*innen ist die erste halbe Stunde sogar kostenlos. Die Fahrt führte durch die Soester Innenstadt und die neu geschaffene Fahrradstraße in den Ortsteil Ampen. Die Tour mit den HelBis zeigte praxisnah, wie einfach sich Bikesharing in den Alltag integrieren lässt – ob für den Weg zum Bahnhof, zur Arbeit oder einfach zum nächsten Termin.

Nach Ankunft im ländlichen Ortsteil Ampen wurde die zweite Mobilstation besichtigt, die für den Ort mit 1.600 Einwohner*innen eine wichtige Zubringerfunktion in die Innenstadt besitzt und ein Beispiel dafür ist, dass vernetzte Mobilität auch im kleineren Maßstab funktioniert. Hornstein erläuterte, wie im Stadtgebiet Soest und in den Ortsteilen nach und nach Mobilstationen entstehen, die verschiedene Verkehrsmittel miteinander verknüpfen und zugleich neue Aufenthaltsqualität schaffen.

Ein besonderes Augenmerk galt dabei dem Carsharing-Angebot, das in Soest durch den Anbieter Stadtteilauto Münster bereits existiert, unter der Organisation vom Kreis in Kürze aber auch in weiteren Kommunen anlaufen wird. Gerade in Mittelstädten und ländlichen Ortsteilen könne Carsharing für Menschen, die mehr auf ihr eigenes Fahrzeug verzichten möchten, einen echten Unterschied machen, so Hornstein.

Von Ampen nach Bad Sassendorf – On-Demand und radbox.nrw erleben
Von Ampen ging es mit dem Bus weiter nach Bad Sassendorf, wo die Gruppe die dortige radbox.nrw-Anlage und den On-Demand-Verkehr HelMo kennenlernte. Beide Systeme sind Beispiele dafür, wie Mobilität flexibel, digital und bedarfsgerecht gestaltet werden kann. Mit radbox.nrw können sichere Fahrradstellplätze am Bahnhof individuell und digital im Vorhinein gebucht werden. HelMo bringt Fahrgäste auf Abruf direkt an ihr Ziel – gerade im ländlichen Raum eine wertvolle Ergänzung zum klassischen Linienverkehr.

Austausch und Ausblick
Mit dem HelMo ging es dann auch ins Tagungs- und Kongresszentrum Bad Sassendorf, wo zunächst ein Mittagsimbiss auf die Teilnehmenden wartete, bevor daraufhin der Kreis nochmal das Vorgehen bei der Organisation der kennengelernten Projekte darstellte. Mit diesen Impulsen und dem anschließenden angeregten Austausch und Fachgesprächen endete die spannende Exkursion.

Good Practice in Westfalen-Lippe
Das Fazit des Tages: Der Kreis Soest hat vorgemacht, wie sich verschiedene Mobilitätsbausteine zu einem funktionierenden Gesamtsystem verbinden lassen. Der Weg dorthin war nicht immer einfach – Abstimmungsprozesse, technische Fragen und Kommunikation gehörten dazu. Doch genau diese Erfahrungen sind es, die andere Kommunen weiterbringen können.

Gunnar Wolters und Pascal Wollnitza machten deutlich, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Zusammenarbeit liegt – zwischen Kreis, Kommunen, Verkehrsbetrieben und Dienstleistern. Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, entsteht ein Mobilitätsangebot, das wirklich im Alltag der Menschen ankommt.

Denn eines wurde an diesem sonnigen Herbsttag in Soest deutlich: Vernetzte Mobilität ist mehr als Technik oder Infrastruktur – sie ist das Ergebnis von Engagement, Kooperation und dem Willen, Mobilität zukunftsfähig zu gestalten.

Auf ihrem Weg hin zu einer vernetzten Mobilität unterstützen Sie unsere Ansprechpartner im Zukunftsnetz gerne.


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