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28.06.2016 | Aktuelles

Fachgruppe zum Thema CarSharing in OWL

Teilen statt Besitzen! Unter diesem Motto verbreitet sich die Idee des CarSharing weltweit. In Ostwestfalen-Lippe gibt es bislang ein übersichtliches Angebot an CarSharing-Systemen, was vor allem häufig dem Glauben zu Grunde liegt, dass CarSharing in kleinen Kommunen nicht funktioniert.

Beim ersten Fachgruppen-Treffen der Koordinierungsstelle Ostwestfalen-Lippe zum Thema CarSharing wurden Konzepte gezeigt, die diese Behauptung widerlegen. Dazu braucht es ungewöhnliche Ideen und Menschen, die das Projekt anschieben. Stefan Schulte, Regionalmanager aus der Region Burgwald-Ederbergland zeigt, dass selbst in einer 1.500 Einwohner-Ortschaft CarSharing funktionieren kann. Den Anstoß dafür gab 2012 ein Pfarrer, der als Umweltbeauftragter seine Idee eines nichtkommerziellen CarSharing mit Elektro-Autos in den Ortsbeirat und die Region brachte. Das Projekt "schöner-mobil" läuft so erfolgreich, dass ein weiteres Fahrzeug geplant sowie die Idee der Erweiterung in andere Ortschaften aufgekommen ist.

Dieter Schwedland von der Stadt Düsseldorf stellte das E-Carflex Business Projekt vor, eine Kooperation von Stadtverwaltung, Stadtwerke und CarSharing-Unternehmen. Hier werden E-Dienstfahrzeuge für die private Nutzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt. Wichtig ist dabei, die Berührungsängste zur Elektromobilität aufzubrechen. Nach und nach werden dafür auch konventionelle Dienstfahrzeuge in der Verwaltung abgeschafft - wobei mit viel Gegenwind aus eigenen Reihen zu rechnen ist.

Stefan Schulte präsentiert das Projekt schöner-mobil aus Cölbe-Schönstadt.

Ein Konzept aus Ostwestfalen-Lippe wurde auch vorgestellt. Das CarSharing-Projekt Werrestromer wird vor allem durch lokale Unternehmen unterstützt. Die Stadtverwaltung und verschiedene Firmen geben ihre Fahrzeuge in den Fahrzeugpool. Die Buchung ist über ein online-Portal möglich, demnächst soll auch der Ausleihvorgang per App mit dem Smartphone eingerichtet werden. Ein erleichterer Zugang und eine Auswahl verschiedenster Fahrzeuge durch die Partner erhöhen die Attraktivität des Konzepts, so stellt beispielsweise der neue 9-Sitzer mit Rollstuhlrampe auch Möglichkeiten für Seniorenheime bereit.

Das Thema CarSharing kann auch in den Kommunen in OWL mehr zum Tragen kommen. Aber viel Arbeit, Geduld und Überzeugung sind notwendig. Die Koordinierungsstelle OWL möchte auch hier weiter unterstützend tätig werden und vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine Fachgruppe zum Thema mit weiteren Konzepten aus der Region.


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