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20.07.2022 | Aktuelles

Heißzeit: Diese Beispiele aus NRW machen uns in düsteren Zeiten Mut

Eine Hitzewelle beherrscht Europa, in Deutschland werden diese Woche Temperaturen um 40 Grad erreicht. Der Städte- und Gemeindebund warnt vor akuter Trinkwasserknappheit, die Flutkatastrophe an Ahr und Erft vor einem Jahr ist uns allen noch präsent. Der Klimawandel ist in Deutschland längst angekommen, und er zeigt schon jetzt gnadenlos die Diskrepanz zwischen Wirklichkeit und notwendigem Handeln auf.

Unsere Kinder und Enkelkinder werden die katastrophalen Auswirkungen von Hitze, Dürre, Überschwemmungen und Klimaflucht noch viel deutlicher spüren – wenn wir nicht sofort Handeln. Jetzt ist der Verkehrssektor gefordert.

Was uns Mut macht
In diesem Kontext ist es nur schwer zu verstehen, dass das vom Bundesverkehrsministerium vorgelegte Sofortprogramm zur Einhaltung der Klimaziele im Verkehrssektor diese Ziele bei Weitem nicht erreicht. Es fehlt das Gesamtkonzept.

Aber es gibt auch gute Ansätze in den Städten und Gemeinden des Landes, die Mut machen. Wir befinden uns in einem großen Transformationsprozess von der autozentrierten Stadt- und Verkehrsplanung hin zu einer an den Menschen orientierten Mobilitätsplanung. Viele Projekte und Maßnahmen zeigen schon konkret, wie sinnvoll die Mobilitätswende ist.

Mut macht auch der Koalitionsvertrag unserer neuen Landesregierung hier in NRW. Er benennt viele Stellschrauben, mit denen Kommunen bei der Mobilitätswende unterstützt werden sollen. Insbesondere die künftige Unterstützung des kommunalen Mobilitätsmanagements ist ein Meilenstein in der Verkehrspolitik des Landes.

Minister trifft auf Mobilitätsmanager*innen
Mut macht auch, dass wir in NRW mittlerweile 282 kommunale Mitarbeitende in unserem Lehrgang „Kommunales Mobilitätsmanagement“ zu Mobilitätsmanager*innen weitergebildet haben. Beim Jahrestreffen der Mobilitätsmanager*innen am 22. September in Düsseldorf wird sich der neue Minister für Verkehr des Landes NRW, Oliver Krischer, mit den Teilnehmenden über die Erfolgsfaktoren der Mobilitätswende vor Ort austauschen.

Mutmacher 
Immer mehr unserer Mitgliedskommunen entwickeln Zukunftsbilder für eine Mobilität mit deutlich weniger Autoverkehr. Sie machen sich Gedanken dazu, welchen Beitrag sie zu ihrer Zukunft und der ihrer Kinder leisten wollen.  Mut macht, dass unser Ansatz des kommunalen Mobilitätsmanagements sich in dem Zuge immer mehr als erfolgreiches Instrument zur Gestaltung der Mobilitätswende erweist. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat in einem Forschungsprojekt untersucht, was genau die Umsetzung der Radverkehrspolitik hemmt. Die dort aufgeführten Punkte treffen auch allgemein auf die Rahmenbedingungen der Mobilitätswende zu. Veraltete Gesetze, Regelwerke und Richtlinien müssen Bund und Land ändern. Städte und Gemeinden können währenddessen diejenigen Hemmnisse angehen, die vor Ort existieren – in der Verwaltung, der Politik oder auch Zivilgesellschaft. Hier setzt das kommunale Mobilitätsmanagement und unsere Unterstützung für unsere Mitgliedskommunen an.

Dreiklang des Mobilitätsmanagements
Es gibt aber noch mehr, das Mut macht: Etwa, dass wir in immer mehr unserer Mitgliedskommunen einen Dreiklang des kommunalen Mobilitätsmanagements beobachten: Eine mutige Politik, die der Verwaltung den Rücken stärkt; eine handlungsfreudige, agile Verwaltung sowie eine Kommunikationsstrategie, die ein positives Narrativ für die Mobilitätswende verfolgt.

All diese Mutmacher sind entscheidender als der Blick auf die Versäumnisse von Politik und anderer Institutionen. Gemeinsam als kommunale Familie – und in NRW mit Unterstützung der Landesregierung – können wir wichtige Schritte in eine kindergerechte Zukunft gehen.


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