12.11.2025 | Aktuelles
Jährliches Austauschtreffen zu Stadt- und Dorfentwicklung in Rheine
Der Landesfachausschuss Stadt- und Dorfentwicklung organisiert einmal jährlich ein Austauschtreffen, bei dem Expertinnen und Experten aktuelle Themen der Stadt- und Quartiersentwicklung diskutieren. Die Umnutzung von innerstädtischen Großflächen, die seinerzeit aus der militärischen oder industriellen Nutzung gefallen sind und zu Wohnbauland entwickelt werden, beschäftigt aktuell viele Kommunen in NRW.
Mit dem Europa-Viertel am Waldhügel in Rheine wird derzeit ein Projekt umgesetzt, das nicht nur bei Mobilitätsexpertinnen und -experten viel Beachtung findet, sondern auch bei Akteuren aus Stadtplanung und -entwicklung. Da lag es nahe, das diesjährige Austauschtreffen in der Stadt im Kreis Steinfurt durchzuführen.
Mark Dieckmann, Beigeordneter für Planen und Bauen der Stadt Rheine, und der Mobilitätsmanager Michael Wolters gaben vor Ort Einblicke in das Vorhaben. Sichtbarstes Zeichen der Entwicklung ist aktuell eine von drei Quartiersgaragen, die kurz vor der Fertigstellung steht. „Quartiersgaragen sind die zentralen Anker in unserem Konzept des autoarmen Wohnquartiers“, so Dieckmann. „Unser Konzept sieht vor, gute Alternativen zum Pkw zu schaffen, was aufgrund der Nähe zum Bahnhof und zu zentralen Versorgungseinrichtungen gelingt. Durch die Quartiersgaragen an den Rändern der zu entwickelnden, zehn Hektar großen Fläche ermöglichen wir innerhalb des Quartiers viel Freiraum mit Grünflächen und Begegnungsorten – also Lebensraum für die Menschen.“
Neben rund 200 Pkw-Stellplätzen je Garage sollen diese auch Angebote wie Lastenrad- und Carsharing, Paketboxen, Ladesäulen sowie Leihmöglichkeiten für Sackkarren und Bollerwagen bereithalten. Weitere Aspekte wie der Umgang mit Regenwasser – dieses wird an der Oberfläche zusammengeführt und versickert vor Ort – und das entsprechende Schwammstadt-Prinzip spielten bei der Begehung eine Rolle.
An dem Austauschtreffen nahmen neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zukunftsnetz Mobilität NRW auch Vertreterinnen und Vertreter des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und von NRW.URBAN teil.

(Stadt Rheine)
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