03.02.2026 | Aktuelles
Kommunalpolitische Foren in Rees, Düsseldorf und Dortmund
Unter dem Motto „Jetzt handeln, Zukunft bewegen“ haben die kommunalpolitischen Foren der Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr in Rees (17.1.), Düsseldorf (18.1.) und Dortmund (24.1.) wichtige Impulse für die Mobilitätswende im VRR-Gebiet gesetzt. Die Veranstaltungen richteten sich gezielt an Kommunalpolitiker*innen zum Start der neuen Mandatsperiode und boten Orientierung, fachlichen Input und konkrete Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Mobilitätsentwicklung in den Kommunen des VRR-Gebiets.
Koordinierungsstellenleiter Michael Zyweck betonte die Schlüsselrolle der Kommunalpolitik: Sie entscheide darüber, wie schnell und mutig Veränderungen umgesetzt werden. Bereits über 340 Kommunen nutzen die Vorteile der Mitgliedschaft im ZNM, darunter Beratung, Vernetzung und Unterstützung bei der Fördermittelakquise.
Für die fachliche Einordnung sorgte Prof. Dr. Roman Suthold (Hochschule Fresenius Köln). Er hob hervor, wie stark kommunale Entscheidungen über Infrastruktur, Planung und Prioritätensetzung den Erfolg der Mobilitätswende prägen. Besondere Bedeutung hätten vernetzte Verkehrssysteme, moderne Park‑&‑Ride‑Anlagen sowie eine enge Zusammenarbeit benachbarter Kommunen – insbesondere zur Steuerung der Pendlerverkehre.
Vertreter des VRR gaben zudem Einblicke in die Finanzierung des ÖPNV und stellten wichtige Stellschrauben für Kommunen vor. Hervorgehoben wurde die Möglichkeit, barrierefreie Bushaltestellen vollständig aus VRR‑Fördermitteln finanzieren zu lassen – eine Chance, die noch stärker genutzt werden sollte.
Die Podiumsdiskussionen zeigten, dass Mobilität weit über den ÖPNV hinausgeht. Auto, Fahrrad, On‑Demand‑Angebote und Sharing‑Modelle seien je nach Region unterschiedlich relevant. Ziel müsse es sein, attraktive Alternativen zu schaffen, die den vielfältigen Bedürfnissen aller Bevölkerungsgruppen gerecht werden. Besonders betont wurde die Bedeutung vernetzter Mobilitätsangebote sowie gemeinsamer regionaler Projekte, etwa zur Reaktivierung von Bahnstrecken.
Mit Blick auf das Jahr 2030 formulierten die Teilnehmenden klare Ziele: ein zuverlässiges und finanziell gesichertes ÖPNV‑System, der Ausbau von X‑Bus‑ und On‑Demand‑Verkehren, optimierte Mobilitätsknotenpunkte, bessere Fahrgastinformationen, umfassende Barrierefreiheit und ein hohes Maß an Sicherheit. Nur so ließen sich moderne Mobilitätsangebote dauerhaft attraktiv gestalten.
Weitere Informationen zu den kommunalpolitischen Foren finden Sie in diesem Bericht auf der Homepage des VRR.
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