16.07.2019 | Aktuelles
Kommunalpolitische Mobilitätsforen
Erstmals veranstaltete die Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr in diesem Frühjahr zwei „Kommunalpolitische Mobilitätsforen“. Zum Thema „Der ÖPNV als Rückgrat vernetzter Mobilität“ waren hierzu alle politischen Mitglieder der mit den Themen Verkehr und Mobilität befassten Ausschüsse sowie die Fraktionsvorsitzenden in den Kreisen, Städten und Gemeinden im VRR-Verbundraum eingeladen. So boten die beiden Veranstaltungen in Dortmund und in Düsseldorf für über 150 Vertreter der Kommunen die Möglichkeit, über Partei- und Kommunalgrenzen hinweg, einen sachbezogenen Wissenstransfer und einen Informations- und Erfahrungsaustausch zu initiieren.
Die beiden Veranstaltungen, die als Auftakt einer Serie gedacht sind, vermittelten in erster Linie einen Grundwissensstand in den Themenbereichen ÖPNV, SPNV und vernetzte Mobilität. Darüber hinaus konnten die Unterstützungsangebote (Vernetzung, Qualifizierung, Beratung) der Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr des Zukunftsnetz Mobilität NRW aufgezeigt werden. Mitarbeiter des VRR stellten die Grundzüge der Finanzierung des ÖSPVs vor und präsentierten die Projekte Rhein-Ruhr-Express (RRX), das neue Betriebskonzept für die S-Bahn Rhein-Ruhr und das landesweite Vorhaben zum Check-In/Be-Out. Branchenexperten aus der Praxis stellten fortschrittliche Beispiele und aktuelle Entwicklungen aus der Mobilitätswelt vor.
Aktuelle Diskussionen über Fahrverbote, den Infrastrukturausbau, alternative Antriebe, Sharing-Modelle etc. zeigen, dass die mobile Zukunft vor einem Umbruch steht. Die Experten richteten den Blick auf eine nachhaltige Verkehrswende, bei der es um eine Stärkung des Umweltverbundes und den Ausbau und die Vernetzung des Mobilitätsangebots geht. Den kommunalen Verwaltungen und der Politik kommen dabei Schlüsselrollen zu, da ein kommunales und regionales Mobilitätsmanagement die planerische Grundlage für diese Angebote schafft. Öffentliche Verwaltungen, Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde und andere Akteure aus der Mobilitätsbranche müssen nach Ansicht der Experten künftig noch stärker zusammenarbeiten, um die unterschiedlichen Verkehrsmittel in ganzheitlichen Mobilitätskonzepten besser zu verknüpfen. Dies gilt in einem polyzentrischen Ballungsraum wie dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr in besonderem Maße.
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