13.09.2023 | Aktuelles
Neues Kurzgesagt zeigt: Einzelhandel profitiert von weniger Autoverkehr
Erfahrungen aus den bisherigen Einsätzen unserer Stadt-Terrassen zeigen: Unabhängig von der Größe der Kommune schätzen viele Gewerbetreibende den Pkw als das entscheidende Verkehrsmittel für den Einkauf ein. Auch in anderen Bundesländern ist das die Erfahrung. Dass dies eine verzerrte Wahrnehmung ist, zeigen jüngste wissenschaftliche Studien; nicht nur in Großstädten, sondern gleichermaßen in kleineren und mittleren Kommunen. Unser neues „Kurzgesagt…Weniger PKW, mehr Umsatz“ stellt die wichtigsten Ergebnisse dieser Studien sehr übersichtlich dar.
Gewerbetreibende haben oftmals keine Datenbasis über die Verkehrsmittelnutzung ihrer Kundschaft. Insbesondere der Anteil des Fuß- und Radverkehrs wird stark unterschätzt, wogegen der MIV deutlich überschätzt wird. Das zeigt die kommunikative Gratwanderung von Stadtexperimenten und Verkehrsversuchen: Neu gedachte, attraktivere Straßenräume geraten schnell in den Hintergrund, wenn Kritiker*innen wegfallende Stellplätze in den Fokus rücken. Die Vorteile und Chancen einer attraktiveren und verkehrsberuhigten Einkaufsstraße gehen vor diesem Hintergrund argumentativ gegenüber einer größeren räumlichen Distanz zu Kfz-Parkmöglichkeiten häufig unter.
Unser neues „Kurzgesagt… Weniger PKW, mehr Umsatz“ kann Ihnen dafür eine Hilfestellung sein. Die aufgeführten Studien belegen, dass Fußgänger*innen und Radfahrer*innen öfter und in Summe auch mehr einkaufen. Die Nachricht ist also: Ohne Auto wird mehr Umsatz erzielt! Bereits kleinere Maßnahmen bringen Bewegung in die Sache. So ergab beispielsweise eine Studie in London, dass die Einführung von geschäftsnahen Fahrradbügeln zu einem Umsatzplus von 20 Prozent führte. Auch das Einführen einer attraktiv gestalteten Fußgängerzone führt in den meisten Fällen zu einer Umsatzsteigerung im Einzelhandel. Generell ist festzustellen, dass mehr Lebensqualität die Standortattraktivität erhöht – autoarme oder autofreie Innenstädte sorgen für mehr Aufenthaltsqualität und Entspannung. Das wirkt sich klar positiv auf den Umsatz des Einzelhandels aus.
Da die Gefühlte Wahrheit den Fakten in diesem Fall oft entgegensteht, empfehlen wir der Verwaltung in unseren Beratungen, speziell mit den Kritiker*innen von Stadtexperimenten proaktiv und frühzeitig den Austausch zu suchen. Wichtig ist es, die Vorteile verkehrsberuhigender Maßnahmen und städtebaulicher Aufwertungen zu verdeutlichen. Mit unserem neuen "Kurzgesagt" können Sie die Vorteile nun mit neuesten Erkenntnissen untermauern und Sorgen nehmen.
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