14.02.2023 | Aktuelles
Kurzstrecke mit...Andreas Falkowski
In unserer Reihe „Kurzstrecke mit…“ stellen wir Ihnen die Menschen vor, die in der Koordinierungsstelle Rheinland arbeiten. Auf dieser virtuellen Kurzstreckenfahrt treffen wir Andreas Falkowski. Er ist seit Oktober 2015 Mitglied der Koordinierungsstelle Rheinland. Seine Fachgebiete sind Kommunale Mobilitätskonzepte und der ÖPNV – speziell Schnellbusse, On-Demand-Verkehre und Mobilitätsangebote für die letzte Meile.
Andreas, du bist im Gründungsjahr des Zukunftsnetz Mobilität NRW dazu gestoßen und gehörst damit zu den langjährigsten Teammitgliedern. Was gefällt dir an dieser Arbeit?
Das sind vor allem zwei Dinge: Das tolle Team und die Erfolgserlebnisse. Unsere Mitgliedskommunen stehen oft vor Aufgaben, die für sie neu sind. Dabei Hilfestellung zu geben und unsere lange Erfahrung einzubringen, ist ein sehr belohnendes Gefühl. Ich freue mich immer für die Kommune, wenn sie ein Projekt voranbringen kann.
Was war denn dein jüngstes Erfolgserlebnis?
Für mich war es eher eine Bestätigung, für unsere Mitglieder aber ein Erfolg. Wir evaluieren mit dem Wuppertal Institut momentan Modellprojekte für On-Demand-Verkehre und das Ergebnis ist wirklich erfreulich, denn die Angebote haben überraschend deutlich Autofahrende erreicht und überzeugt. Viele haben angegeben, dass sie sonst das Auto genutzt hätten, aber auf das On-Demand-Angebot umgestiegen sind. Wenn die Zahlen belegen, dass eine Maßnahme zur Mobilitätswende beiträgt, ist das natürlich in Konsequenz auch ein Erfolgserlebnis für die Kommunen, die diese Angebote als Modell gerade testen. Gefreut hat mich auch, als die ersten geförderten Schnellbuslinien auf der Straße waren, da sie ebenfalls eine deutliche Steigerung der Attraktivität des ÖPNV im ländlichen Raum bedeuten.
Wie gehst du denn grundsätzlich in einen Beratungsprozess? Was empfiehlst du den Städten, Kreisen und Gemeinden?
Ganz klar empfehle ich das Aufstellen eines Mobilitätskonzepts. Allein deshalb, weil man sich Gedanken machen muss, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Wer seine Maßnahmen auf eine klare Zielsetzung aufbaut, macht es sich deutlich einfacher. Die Projekte greifen ineinander und können begründet kommuniziert werden. Ich lege jedem nahe, dafür unser Handbuch „Kommunale Mobilitätskonzepte“ durchzuarbeiten. Kommunen, die sich gerade auf den Weg zur Mobilitätswende machen, profitieren davon sehr. Das ist auch das Feedback, das wir dazu immer wieder erhalten.
Das und alle anderen Handbücher stehen auf der Webseite des Zukunftsnetz Mobilität NRW zum Download zur Verfügung. Wir müssen schon wieder aussteigen. Vielen Dank für das spannende Gespräch auf der Kurzstrecke!
Jede Woche stellen wir Ihnen ein anderes Mitglied aus dem Team der Koordinierungsstelle Rheinland vor. Während einer virtuellen Kurzstreckenfahrt erzählt er oder sie aus dem Arbeitsalltag in der Koordinierungsstelle Rheinland. Vergangene Woche waren wir mit Ines Du unterwegs. Alle Folgen finden Sie in unseren News und wie gewohnt in unserer Mobimail.

Andreas Themenschwerpunkte
Kommunale Mobilitätskonzepte
Blog: Regionale Schnellbuslinien
zum Blogbeitrag vom 01.06.2022

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