04.07.2023 | Aktuelles
Allianz pro Schiene fordert Mobilitätsgarantie auf dem Land – Bund und Länder sollen Standards setzen
Die Qualität des ÖPNV in Deutschland lässt vielerorts zu Wünschen übrig. Auch Nordrhein-Westfalen schließt lediglich mit "akzeptabel" ab. Das Ergibt die jüngste Untersuchung der Allianz pro Schiene für das Jahr 2022.
Auf Basis von Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) präsentiert die Interessensorganisation einen bundesländerweiten Vergleich der Erreichbarkeit des Öffentlichen Nahverkehrs und legt damit den Handlungsbedarf, besonders in ländlichen Regionen, offen.
Vor dem Hintergrund eines extrem unterschiedlichen Bus- und Bahnangebots in den Bundesländern spricht sich die Allianz pro Schiene für bundesweit einheitliche Mindeststandards aus. „Auch Menschen auf dem Land müssen ohne eigenen Pkw mobil sein können. Wir brauchen ein Recht auf Mobilität ohne Auto, eine Mobilitätsgarantie“, sagte der Geschäftsführer des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses, Dirk Flege, am Freitag in Berlin. Die im Grundgesetz verankerte „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“ gebe es bei der Mobilität noch nicht. „Im Saarland sind 94 Prozent der Bevölkerung akzeptabel an Bus und Bahn angebunden, in Mecklenburg-Vorpommern lediglich 66 Prozent“, sagte Flege mit Verweis auf kürzlich vom Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichte Zahlen.
Nordrhein-Westfalen schließt bei dieser jährlichen Auswertung zwar immer im oberen Drittel der Bundesländer recht positiv ab. Doch auch wenn die ÖPNV-Qualität in NRW nach diesem Ranking als "akzeptabel" beurteilt wird, gibt es auch hier noch reichlich Handlungsbedarf. Denn wenn die Mobilitätswende unser Ziel ist, kann "akzeptabel" nicht reichen. Wir beraten Sie zu den Optimierungsmöglichkeiten in Ihrer Kommune. Hier finden Sie einige Ideen.
Weitere Informationen und Hinweise zur Methodik finden Sie hier: www.allianz-pro-schiene.de | Erreichbarkeitsranking
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