08.09.2017 | Aktuelles
Neue Studie des Wuppertal Instituts zur Verkehrswende: Der Weg zu einer CO2-freien Mobilität bis zum Jahr 2035
In einer Szenariostudie zeigen Forscher des Wuppertal Instituts, wie sich die Treibhausgasemissionen des Verkehrs in Deutschland von 166 Millionen Tonnen im Jahr 2016 bis zum Jahr 2035 auf null senken lassen – eine Zielmarke, die unter der Prämisse notwendig ist, dass die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius begrenzt werden soll. Die Umsetzung dieser von der Staatengemeinschaft auf dem Klimaschutzgipfel in Paris 2015 vorgegebene Zielmarke erfordert eine rasche und konsequente Reduktion der Treibhausgasemissionen in allen Sektoren und auf nationaler wie globaler Ebene.

"Stufenweise Veränderungen reichen wegen des Handlungsdrucks nicht aus, um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen und gleichzeitig einen Beitrag zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu leisten", betont Dr.-Ing. Frederic Rudolph, Leiter der Studie und Projektleiter im Geschäftsfeld Mobilität und internationale Kooperationen in der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut. "Gefordert sind in allen Sektoren umfassende Paradigmenwechsel und mutige strukturelle Veränderungen", ergänzt der Forscher. Dazu gehört, dass die Pkw-Verwendung durch die Nutzung alternativer Mobilitätsformen signifikant sinkt, die Fahrzeuggrößen kleiner werden und sich stärker an den wirklichen Bedarfen orientieren.
Thorsten Koska ist Mitautor der Studie und ebenfalls Projektleiter in der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik. Er sagt: "Unsere Studie zeigt, dass eine umfassende Transformation von Mobilität und Verkehr dazu beitragen kann, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen und unseren Verkehr zukunftsfähig zu gestalten, doch das gelingt nur mit innovativen Strategien für eine neue Mobilität."
An der Studie "Verkehrswende für Deutschland – Weg zu einer CO2-freien Mobilität bis 2035" waren neben Frederic Rudolph und Thorsten Koska auch Clemens Schneider, Christiane Beuermann, Rike Carpantier und Ulrich Jansen vom Wuppertal Institut beteiligt. Die Studie wurde im Auftrag von Greenpeace e. V. erstellt und ist hier zu finden.
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