@globalContentPosition('Scripts Header')
Map Search

Finden Sie die für Sie
relevanten Angebote.

10.11.2025 | Aktuelles

Resiliente urbane Mobilität: Innovationen für eine krisenfeste und nachhaltige Mobilitätswende

Der Verkehrssektor gilt als einer der größten Hemmschuhe auf dem Weg zur Klimaneutralität – nicht nur wegen seiner hohen Emissionen, sondern auch aufgrund seiner strukturellen Trägheit. Technologische Innovationen allein werden nicht ausreichen, um die ambitionierten Klimaziele Deutschlands bis 2045 zu erreichen. Vielmehr braucht es tiefgreifende strukturelle und verhaltensbezogene Veränderungen – insbesondere in Städten, die zunehmend unter den Folgen des Klimawandels leiden.

Städtische Räume sind besonders verwundbar gegenüber klimabedingten Extremereignissen wie Starkregen, Hitzewellen oder Hochwasser. Ihre Widerstandsfähigkeit hängt stark von der Infrastruktur, der geografischen Lage, den sozialen Rahmenbedingungen und der Anpassungsfähigkeit der Bevölkerung ab. In diesem Kontext gewinnt das Konzept der resilienten Mobilität an Bedeutung: Es geht nicht nur um technische Robustheit, sondern auch um soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und flexible Reaktionsfähigkeit auf Krisen.

Die aktuelle Ausgabe des Journals für Mobilität und Verkehr widmet sich genau diesem Thema: „Resiliente urbane Mobilität – Innovationen für zukunftsfähige und krisenfeste Verkehrsinfrastrukturen“. Vier Beiträge beleuchten unterschiedliche Perspektiven und Ansätze:

  • Götz, Schmicker & Kipke stellen ein modulares Verfahren zur Auswahl und Kombination von Mobilitätsmaßnahmen vor. Ziel ist es, synergetische Maßnahmen systematisch, datenbasiert und transparent zu bündeln – und dabei flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur integrierten Planung und klimaresilienten Stadtentwicklung geleistet.

  • Hufnagel untersucht das Potenzial von Superblocks – einem aus Barcelona stammenden Konzept – am Beispiel Hamburgs. Durch gezielte Verkehrsberuhigung innerhalb von Häuserblöcken sollen Lebensqualität und Klimaschutz gleichermaßen gefördert werden. Eine GIS-gestützte Potenzialraumanalyse identifiziert geeignete Gebiete, in denen Superblocks besonders wirksam umgesetzt werden könnten.

  • Rammert, Hüneburg & Schwedes analysieren, wie gendersensible Mobilitätsplanung zur Resilienz beitragen kann. Am Beispiel Berliner ÖPNV-Knotenpunkte zeigen sie, wie Barrieren wie schlechte Beleuchtung oder unübersichtliche Wege insbesondere Frauen in ihrer Mobilität einschränken. Sie empfehlen, Gender Impact Assessments systematisch in Planungsprozesse zu integrieren.

  • Sharif & Wittowsky beleuchten die Auswirkungen des Klimawandels auf den städtischen Verkehr am Beispiel Duisburgs. Mithilfe eines Resilienzindex und einer Verkehrssimulation analysieren sie die Effekte von Starkregen, Hitzewellen und Niedrigwasser auf Personen- und Güterverkehr – und leiten daraus Strategien zur Anpassung und Risikominderung ab.

Die Ausgabe macht deutlich: Resiliente Mobilität ist ein vielschichtiges Konzept, das technische, soziale und planerische Dimensionen vereint. Es braucht neue Perspektiven – etwa durch adaptive Raumkonzepte, vernetzte Maßnahmenbündel oder gendersensible Planung –, um Mobilität krisenfest, gerecht und zukunftsfähig zu gestalten.


Weitere Beiträge

27.04.2026 | Aktuelles

Stadt Lohmar: Deutliche CO₂‑Einsparungen dank E‑Mobilität und Carsharing

Die Stadt Lohmar hat durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen im städtischen Fuhrpark seit 2023 rund 7,8 Tonnen CO₂ eingespart.

Weiterlesen

24.04.2026 | Aktuelles

NRW geht los: Diese zwölf NRW-Kommunen machen den „Fußverkehrs-Check 2026“

Zwölf Mitglieder machen in diesem Jahr den Fußverkehrs-Check. Jetzt überreichte der Landesminister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Oliver Krischer ihnen eine Teilnahme-Urkunde. Wer dieses Jahr den Fußverkehrs-Check macht, lesen Sie in unserer Pressemitteilung vom 24. April 2026.

Weiterlesen

23.04.2026 | Aktuelles

Für mehr Sicherheit im Quartier: Köln ordnet Straßenraum neu

Mit dem Ansatz "Parken im Veedel" rückt die Stadt Köln bewusst die Neuordnung des Straßenraumes in den Mittelpunkt. Ziel der Maßnahmen ist es, Sichtverhältnisse, Durchfahrten sowie Lieferflächen zu schaffen und die Parkplatznachfrage stärker zu steuern.

Weiterlesen
@globalContentPosition('Scripts Footer')