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28.05.2025 | Aktuelles

Rheine setzt neue Maßstäbe im Zusammenhang von Wohnen und Mobilität

Im Rahmen der Mobilitätswende ist eine zentrale Frage, wie es gelingt die Menschen vom motorisierten Individualverkehr in den Umweltverbund zu bekommen. Eine wichtige Grundüberlegung dafür ist, welche räumlichen Voraussetzungen und städtebaulichen Qualitäten von Nöten sind, um diesen Umstieg zu begünstigen und so attraktiv wie möglich zu machen. Und diese Frage beginnt natürlich auch vor der eigenen Haustür am Wohnort.

Bei der Entwicklung der ehemaligen Damloup-Kaserne zu einem vitalen, lebenswerten und zukunftsweisenden Wohnquartier, dem Europa-Viertel am Waldhügel, hat sich Rheine u.a. in Kooperation mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW dieser Frage intensiv gestellt. Im Rahmen eines Mobilitätskonzeptes wurden Leitplanken für ein autoarmes Quartier ausgearbeitet. Dazu gehören unter anderem drei Quartiersgaragen auf dem 10ha großen Areal, die als Mobilitäts-Hub konzipiert, nicht nur Stellplätze für die Anwohnenden bereithalten, sondern auch andere Mobilitätsangebote wie Sharing, Lademöglichkeiten und Paketstationen. Mit der Bündelung dieser Mobilitätsangebote und des ruhenden Verkehrs entsteht mehr Freiraum im Quartier, der für Aufenthalt, nachbarschaftliche Beziehungen und Grünflächen genutzt werden kann.

Fachberater Dr. Tobias Bödger aus der Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe ist beeindruckt vom Projekt in Rheine: „Rheine setzt mit dem quartiersbezogenen Mobilitätskonzept neue Maßstäbe hinsichtlich einer zukunftsweisenden und autoreduzierten Quartiersentwicklung, die mit dem gut durchdachten Betriebskonzepten auch Blaupausen für andere Städte und Gemeinden liefern. Umso mehr freut es mich, dass wir mit der Stadt Rheine in diesen Fragen eng zusammenarbeiten und die Verwaltungsmitarbeitenden auch stets bereit sind, Erfahrungswerte wieder in unser Netzwerk zu geben.“

Für den ersten Mobilitäts-Hub erfolgte nun der Spatenstich im Mai 2025. Das gesamte Projekt ist Teil der übergeordneten Zukunftsstrategie „Unser Rheine 2030“. Ziel ist es, klimafreundliche Verkehrsmittel wie Bus, Fahrrad und Sharing-Angebote stärker miteinander zu vernetzen und den öffentlichen Raum lebenswerter zu gestalten.


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