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24.05.2018 | Aktuelles

Sitzung der Fachgruppe "Verkehrssicherheit"

Am 17.05.2018 fand die Fachgruppe Verkehrssicherheit statt. Das Thema der Sitzung war „Verkehrssicherheit 4.0 – Was ändert sich durch neue Mobilitätsformen?“.

Durch Vorträge von Herrn Bergen vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat DVR und Herrn Rabe, selbstständiger Verkehrspsychologe wurden neue Mobilitätsformen und dessen Sicherheit sowie psychologische Effekte, warum neue Mobilitätsformen allein noch keinen Umstieg erzeugen, vorgestellt. Herr Bergen legte besonderes Augenmerk auf die Sicherheit im Fahrradverkehr. Mit dem aktuellen Pedelec-Boom in Deutschland steigt die Unfallzahl der Pedelec-Nutzer. Ursachen hierfür sind u. a. die nicht angepasste Geschwindigkeit, eine falsche Einschätzung bei Vorfahrten sowie beim Abbiegen und Wenden. Herr Bergen rät den Kommunen und Kreisen, der sicheren Fuß- und Radverkehrsgestaltung einen großen Stellenwert beizumessen.

Herr Rabe erläuterte die psychologischen Einflussgrößen auf die Verkehrsmittelwahl, wie beispielsweise die emotionale Bindung zu einem Verkehrsmittel, die Verkehrsmittelnutzung aus Gewohnheit, die Ängste vor Verkehrsunfällen oder die Lust an der Unvernunft. Kommunen und Kreise stehen vor der Herausforderung, den Wunsch nach Veränderungen zu wecken und aufzuzeigen, damit die Bevölkerung aus Ihrem gewöhnlichen Verkehrsverhalten ausbricht und offen für neue Mobilitätsformen ist. Als konkrete Beispiele nennt Herr Rabe u. a. die (temporäre) Veränderung des Stadtraums, die Aktion „Auto fasten“, um die Möglichkeit zu bekommen, das eigene Verhalten zu beobachten, Alternativangebote zu schaffen und Trainingsmöglichkeiten anzubieten. Falls es Möglichkeiten gibt die örtliche Polizei einzubinden sollten illegale Straßenrennen und Kampfradler konsequent verfolgt werden.


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