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01.04.2022 | Aktuelles

Stolberg plant für die Zukunft

Die Kupferstadt Stolberg überarbeitet ihr bestehendes ÖPNV-System und baut das Radwegenetz aus. Im Zuge dieser Planungen hat die Vewaltung unser Beratungsangebot „Planen für die Zukunft“ wahrgenommen, um die Bedürfnisse des Nachwuchses in der Kommune zu erfahren. Das Verfahren war so ein Erfolg, dass die Stadt nun an einem standardisierten Beteiligungsverfahren für Kinder und Jugendliche arbeiten, um es bei allen künftigen Planungsprozessen einzusetzen.   

"Planen für die Zukunft" zielt ab auf eine kinder- und jugendfreundlichere Stadt- und Verkehrsplanung. Dafür gewähren wir eine gemeinsam festgelegte Anzahl von Beratungsstunden mit dem Fachplanungsbüro STADTKINDER, das dann beim Planen und Durchführen von verschiedenen Beteiligungsformaten unterstützt oder auch eine fachliche Stellungnahme aus Kinderperspektive zu Ihrem Planungsvorhaben liefert. Das war auch für Stolberg der erste Schritt.  

Nach einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung mit dem Bürgermeister und Vertreter*innen der Stadtverwaltung im Rathaus Stolberg startete die eigentliche Beteiligung der Schüler*innen. Aufgrund der Corona-Pandemie nutzte die Stadt Stolberg hierfür das Online-Tool INKAstepbystep. Aus den Ergebnissen erstellte das Planungsbüro dann im Anschluss eine umfangreiche Dokumentation und übersetzte die Beteiligungsergebnisse in planerische Empfehlungen. 

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erarbeitet die Kupferstadt Stolberg nun mit unserer Unterstützung eine standardisierte Kinder- und Jugendbeteiligung, die sie zukünftig in alle Planungsprozesse integrieren kann. Was es dafür noch braucht, ist der Beschluss des Ausschusses. Diesen fasste der Stolberger Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus, nachdem der Leiter des Planungsbüros und unser Angebotspartner bei „Planen für die Zukunft“, Dr. Peter Apel, , am 9. März 2022 die Ergebnisse des Projektes vorgestellt hatte.

Der Ausschuss fasste den Beschluss, die Ergebnisse sowohl in aktuelle und zukünftige kommunale Planungen einzubeziehen als auch zukünftig regelmäßig Kinder- und Jugendbeteiligungen durchzuführen. Weitere Ausschüsse sollen nun ebenfalls diesen Beschluss fassen, um die Kinder- und Jugendbeteiligung in Stolberg zu sichern.  

Im nächsten Schritt folgt eine gemeinsame Workshop-Reihe unter Leitung des lokalen Mobilitätsmanagers Georg Trocha, mit der sich die Stadt auch organisatorisch neu aufstellt und die neuen Prozesse verstetigt. Beteiligt sind die Leitungsebenen der Ämter für Stadtentwicklung, Tiefbau, Verkehr, Schule und Jugend sowie unsere Expert*innen der Koordinierungtsstelle Rheinland.

Aufbauend auf den positiven Ergebnissen aus „Planen für die Zukunft“ sind folgende Inhalte Teil der Workshops:  

  • Identifizieren von Erfolgsfaktoren für Kinder- und Jugendbeteiligung in Stolberg,
  • Identifizieren von Anforderungen an die grundsätzliche Verankerung von Kinder- und Jugendfreundlichkeit in Stolberg
  • Vereinbaren weiterer Schritte und zuordnen der Verantwortlichkeiten. 

Wir, das Zukunftsnetz Mobilität NRW, freuen uns darüber, dass „Planen für die Zukunft“ in Stolberg einen guten Impuls zur Weiterentwicklung der Prozesse geben konnte und sich aus einer singulären zielgruppenspezifischen Befragung nun eine grundsätzliche Verankerung der Kinder- und Jugendbeteiligung in planerischen Prozessen entwickelt hat. Wir unterstützen die Kupferstadt Stolberg gerne dabei und gern auch andere Mitgliedskommunen. 


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