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24.05.2024 | Aktuelles

Weltverkehrsforum in Leipzig: "Verkehrsminister zu autofokussiert"

Ver­kehrs­mi­nis­te­r*in­nen aus aller Welt haben sich beim Weltverkehrsforum (ITF) in Leipzig darüber ausgetauscht, wie der Verkehrssektor in Zeiten von Krieg und Krisen grüner gemacht werden kann. An drei Tagen sprachen rund 50 Mi­nis­te­r*in­nen mit Bran­chen­ver­tre­te­r*in­nen über Themen wie Klimaneutralität im Verkehr, Zugang zu Mobilität, den Einsatz künstlicher Intelligenz im Transportwesen und mehr Sicherheit auf der Straße. 

Das, was beim Weltverkehrsforum diskutiert wird, sei für die Mitgliedstaaten zwar unverbindlich – dadurch sei der Austausch aber freier als in anderen politischen Kontexten. In den vergangenen Jahren hätte die Klimakrise bei der Konferenz eine immer größere Rolle gespielt. „Der Transportsektor ist der Bereich, in dem der Handlungsbedarf weltweit am größten ist“, sagt François Bausch, der in Luxemburg bis 2023 Verkehrsminister war, vor allem dort müsse der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden. Trotzdem seien die meisten Mi­nis­te­r*in­nen noch immer zu fokussiert auf das Auto und den motorisierten Individualverkehr, nicht zuletzt in Deutschland. Das zeige sich auch beim ITF. Um das zu ändern, müssten Ver­tre­te­r*in­nen zivilgesellschaftlicher Organisationen oder aus der Nahverkehrsbranche stärker eingebunden werden.

Hier geht es zum Beitrag des MDR:  Leipzig für drei Tage Welthauptstadt des Verkehrs- und Transportsektors | MDR.DE

Spotlight Research-Sitzungen
Forschungsexperten, hochrangige Praktiker, politische Entscheidungsträger und Strategen diskutieren und informieren jedes Jahr zu ausgewählten Themen. Die Sitzungen bieten eine hervorragende Gelegenheit zum Gedankenaustausch und werden vom ITF-Sekretariat zusammen mit der Europäischen Kommission (EK), der Europäischen Konferenz der Verkehrsforschungsinstitute (ECTRI), dem Transportation Research Board (TRB) und der World Conference on Transport Research Society (WCTRS) organisiert. Dieses Jahr standen folgende Themen im Fokus:

  • Transport- und Energieinnovationen für mehr Nachhaltigkeit
  • Planung von Verkehrsminderung und -anpassung in Krisenzeiten
  • Gestaltung von Städten und Beeinflussung des Verhaltens der Menschen für nachhaltigere und integrativere Verkehrssysteme

Hintergrund

Das Internationale Verkehrsforum bei der OECD ist eine zwischenstaatliche Organisation mit 66 Mitgliedsländern. Sie fungiert als Think Tank für Verkehrspolitik und organisiert den jährlichen Gipfel der Verkehrsminister. Die ITF ist die einzige globale Organisation, die alle Verkehrsträger abdeckt. Die ITF setzt sich für eine Verkehrspolitik ein, die das Leben der Menschen verbessert. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Rolle des Verkehrs für Wirtschaftswachstum, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Inklusion zu fördern und das öffentliche Profil der Verkehrspolitik zu schärfen.

An dem Treffen in Leipzig nahmen neben den Ver­kehrs­mi­nis­te­r*in­nen etwa 1.400 Delegierte aus mehr als 80 Ländern teil, darunter CEOs des Privatsektors, Vertretern der Zivilgesellschaft und mehr.


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