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17.05.2019 | Pressemitteilung

Pressemitteilung: Dieser Film zeigt, wie es ohne Elterntaxi geht

Köln. Kinder sollen ihren Schulweg sicher und eigenständig zurücklegen können – darüber sind sich Eltern und Expert*innen einig. Weniger Einigkeit herrscht in der Frage, wie das in der Praxis aussehen sollte. Elterntaxis verdeutlichen die Problematik: Viele Eltern möchten ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schule fahren, damit sie sicher ankommen – doch  eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Denn durch das Auto werden Kinder vor der Schule stärker gefährdet. Es herrschen Rückstau, Gedränge im Halteverbot, Kinder müssen mitten auf der Straße aussteigen. Das Ergebnis: Chaos, in dem Kinder schnell übersehen werden.

Kinder zeigen, wo es hakt
Mit dem Programm „Geh-Spaß statt Elterntaxi“ bietet das Zukunftsnetz Mobilität NRW ein effektives Instrument, um Kindern einen sicheren und eigenständigen Schulweg zu ermöglichen.

Anschauliche Ergänzung
Zusätzlich zum Programm „Geh-Spaß statt Elterntaxi“ hat das Zukunftsnetz Mobilität NRW einen kurzen, animierten Erklärfilm produziert, der die Zusammenhänge und positiven Effekte im schulischen Mobilitätsmanagement anschaulich erläutert. Unterstützt wurde die Produktion des Films von der Unfallkasse NRW, die auch das Programm „Geh-Spaß statt Elterntaxi“ fördert.

Drei Bausteine für sichere Schulwege
Insgesamt besteht das Programm aus drei Bausteinen, die Kommunen umsetzen können. Auf Streifzügen helfen Kinder den Verantwortlichen, die Gefahren und Probleme auf dem Schulweg zu identifizieren und zu lösen. Das Programm „Verkehrszähmer“ mit Belohnungssystem im Unterricht bestärkt die Kinder gleichzeitig darin, sich eigenständig und zu Fuß fortzubewegen. Die Kinder können für zurückgelegte Wege Zaubersterne sammeln und im Klassenverbund gegen eine Belohnung einlösen. So wird kein Kind benachteiligt. Als dritten Baustein des Programms „Geh-Spaß statt Elterntaxi“ kann die Kommune zusätzlich Elternhaltestellen einrichten, um gefährliche Hol- und Bringverkehr an der Schule zu entschärfen und den Kindern mehr Freiraum für Eigenständigkeit zu geben.

Das Konzept geht auf: Schon 30 Kommunen in NRW haben das Programm mit Hilfe des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ umgesetzt. Zuletzt die Stadt Waltrop im Kreis Recklinghausen, wo 14 Elternhaltestellen gleichzeitig eingerichtet wurden. Mit dem Programm steigt die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen, gleichzeitig sinkt die CO2-Bilanz.

Teufelskreis Elterntaxi
Die Zahlen belegen die Notwendigkeit eines schulischen Mobilitätsmanagements. Während in den 1970er Jahren noch 90 Prozent aller Kinder zu Fuß oder per Fahrrad zur Grundschule kamen, sind es heute nur noch gut 30 Prozent. Eltern erachten den Schulweg als zu gefährlich, fahren ihre Kinder daher mit dem Pkw zur Schule und sorgen damit wiederum für gefährliche Verkehrssituationen – ein Teufelskreis. Hinzu kommt, dass den Kindern durch die Fahrten im Elterntaxi wichtige Verkehrskompetenzen genommen werden, die sie eigenständig und sicherer machen würden.


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