02.12.2022 | Aktuelles
Gemeinsam sind wir stark - unsere Partnernetzwerke
Gemeinsam sind wir stärker, und im besten Fall auch schlauer. Diese Weisheit gilt auch für unsere Arbeit im Zukunftsnetz Mobilität NRW – sowohl in Bezug auf unsere Vision als auch in Bezug auf unsere tägliche Arbeit, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.
Auch deshalb haben wir bei der Namenswahl im Jahr 2015 darauf Wert gelegt, dass der Netzwerkgedanke in unserem Namen reflektiert wird. Ein Netz verbindet und hält zusammen. Wir bringen NRW-Kommunen zusammen, die sich im Bereich nachhaltige Mobilitätsentwicklung auf den Weg machen möchten. Wir bieten ein Netzwerk, in dem Kommunen Verbündete und Gleichgesinnte finden, und sich über die großen und kleinen Herausforderungen bei der Mobilitätswende austauschen und gegenseitig Mut machen. Im Zukunftsnetz Mobilität NRW können sich kommunale Mitarbeiter*innen, Bürgermeister*innen und Kommunalpolitiker*innen vernetzen, regional und landesweit.
Auch das Netzwerk vernetzt sich
Und auch wir vernetzen uns auf der Arbeitsebene. Um uns auszutauschen, um Ideen zu entwickeln, um Projekte und Angebote für unsere Mitglieder anzustoßen. Mit Unterstützung der Unfallkasse NRW und der Sporthochschule Köln sind beispielsweise so schon erfolgreiche Projekte im Schulischen Mobilitätsmanagement entstanden, die zu unserem festen Portfolio gehören. Die Fortbildung "Radfahren in der Schule" etwa, die nun aufgrund ihres Erfolges an weiterführenden Schulen auch für Grundschul-Lehrkräfte angeboten wird.
Auch unsere Publikationen sind oft Gemeinschaftswerke: Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden – Städtetag NRW, Städte- und Gemeindebund NRW und Landkreistag NRW – und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise NRW (AGFS) sind beispielsweise schon ein Leitfaden zur Musterstellplatzsatzung NRW und ein gemeinsames Hinweispapier mit Ansätzen zur Festlegung der Gebühren für Bewohnerparkausweise entstanden.
Über den Sektorenrand hinaus blicken
Die Mobilitätswende bedingt einen vielschichtigen Transformationsprozess. Der Kontakt auch zu anderen Sektoren ist deshalb für unsere Arbeit unabdingbar. Mit seiner sektorenübergreifenden und gesellschaftsumfassenden Arbeit bietet der Klimadiskurs.NRW dafür eine gute Plattform. Er leistet einen Beitrag für den Klimaschutz, schafft gleichzeitig Verständnis und Vertrauen und bildet so die Basis für ein gemeinsames Handeln. Wir sind Mitglied und unterstützen die Vereinsarbeit in Arbeitsgruppen, bei der Formulierung von Positionspapieren und als Referent*innen bei Veranstaltungen.
Deutlicher auf die Entwicklung gemeinsamer Maßnahmen ausgelegt ist eine jüngere Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern NRW. Nach dem Motto „Gemeinsam erreichen wir mehr“ haben wir vereinbart, gemeinsam Betriebliches Mobilitätsmanagement in NRW zu fördern. Die vereinbarte gemeinsame Mission lautet, Betriebe und Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Mobilität nachhaltig zu gestalten. Eine solche Vereinbarung treffen wir nun auch gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Westdeutschen Handwerkskammertag.
Aus Verkehrsverbünden werden Mobilitätsverbünde
Nicht nur unser Netzwerk ist mit zunehmenden Mitgliedszahlen in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, auch wir als Institution sind es. Auch vor dem Hintergrund, dass der zukunftsweisende Ansatz des Mobilitätsmanagement mittlerweile bei unseren Trägern VRS, VRR und NWL als wichtiges Aufgabenfeld verankert ist, sind wir als Ansprechpartner*innen für unsere Mitgliedskommunen mehr geworden. Mittlerweile stehen 45 Mitarbeitende in den drei Koordinierungsstellen mit ihrer Expertise in allen Fragen zur Mobilitätswende zur Verfügung. Gleichzeitig haben sich so die Verkehrsverbünde und SPNV-Aufgabenträger in NRW weiter zu Mobilitätsverbünden entwickelt.
Der Handlungsdruck wird größer. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Klimaschutz erfordert ein zeitnahes und konsequentes Handeln. Auch wenn der Bund seine Hausaufgaben zur Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor nicht angeht, so gilt es, gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern den Pfad zu einer deutlichen Reduzierung der THG-Emissionen im Verkehrssektor konsequent weiterzugehen. Auf Bundesebene tauschen wir uns hierzu mit anderen Ländernetzwerken aus, mit denen wir ebenfalls gemeinsam Maßnahmen und Angebote entwickeln oder diese auch übernehmen.
Der britische Philosoph Bertrand Russel prägte den Satz „Das Einzige, was die Menschen zu retten vermag, ist die Zusammenarbeit“. Dieser Aussage ist gerade im Zusammenhang mit dem Handlungsdruck, den die fortschreitende Klimakatastrophe bedingt, wahrer denn je. Wir möchten diese Zusammenarbeit auf kommunaler und regionaler Ebene anstoßen und fördern.

Autor
Christoph Overs
Christoph Overs ist stellvertretender Leiter der Geschäftsstelle sowie der Koordinierungsstelle Rheinland.
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